Am ersten Spieltag der neuen Saison traf der SC Steinlach 1 im Heimspiel in Ofterdingen auf den SV Reutlingen 2. Vor Beginn des Mannschaftskampfes legten beide Teams eine Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Schachfreund Uwe Rogowski ein. Anschließend entwickelte sich ein umkämpftes Match, das die Steinlacher am Ende mit 4,5:3,5 für sich entscheiden konnten.
Der Wettkampf begann mit einem Rückschlag für die Steinlacher: Kay Scherer (Brett 7) erwischte keinen guten Start, kam bereits schlecht aus der Eröffnung und musste sich im Mittelspiel als Erster geschlagen geben. Anschließend steuerte Michael Krauss (Brett 8) nach einer fehlerfreien Partie auf hohem Niveau ein Remis bei.
Für den Ausgleich sorgte kurz darauf Markus Lemcke an Brett 4. Lemcke, der seit Dezember von Schachgroßmeisterin Josefine Safarli trainiert wird, kam stark aus der Eröffnung und startete einen Königsangriff. Durch eine geschickte Abwicklung kippte die Stellung zwar zunächst zugunsten des Gegners, doch dieser machte im 25. Zug einen so schweren Fehler, dass Lemcke ihn überraschend einzügig mattsetzen konnte.
Die Partie von Markus Lang (Brett 2) verlief über weite Strecken völlig ausgeglichen, womit das anschließende Remis ein für beide Seiten gerechtes Ergebnis war. Danach geriet Steinlach erneut in Rückstand: Der Gegner von Stefan Buck (Brett 6) wählte eine sehr ungewöhnliche Eröffnungsbehandlung, sicherte sich dadurch einen deutlichen Vorteil und verwertete diesen souverän zum Sieg.
Ein enorm wichtiges Unentschieden erkämpfte sich anschließend Shaojia Zhao an Brett 5. Er war nach dem 16. Zug objektiv in eine Verluststellung geraten, doch sein Gegner konnte den großen Vorteil nicht in einen Sieg umwandeln. Daniel Hügler (Brett 3) hielt Steinlach weiter im Rennen und bestätigte seine starke Entwicklung der letzten Jahre. Er musste zunächst eine eher passive Stellung verwalten, bis sein Gegner im 24. Zug eine mehrzügige Taktik übersah. Hügler nutzte dies eiskalt aus und gewann die Partie.
Die Entscheidung über den Mannschaftssieg fiel somit in der letzten noch laufenden Partie an Brett 1. Martin Hoffmann stand mit den schwarzen Steinen gegen Jörg Christiani nach seinem 18. Zug bereits klar auf Gewinn. In der komplexen Stellung fand er zunächst nicht den entscheidenden Zug, wodurch sein Gegner wieder ins Spiel fand. Ab dem 25. Zug erarbeitete sich Hoffmann jedoch erneut eine Gewinnstellung, entschied den zähen Kampf für sich und machte den 4,5:3,5-Erfolg perfekt. Weiter geht es für Steinlach 1 am 18. Oktober in Metzingen.
.
