Der Schachclub Steinlach 1958 e.V. und der SV Tübingen 1870 e.V. trauern um ihr langjähriges, geschätztes Mitglied Uwe Rogowski. Er ist am 11. August 2026 im Alter von 61 Jahren für uns alle unerwartet und viel zu früh verstorben.
Dem Schachclub Steinlach trat er bereits im Jahr 1981 als Jugendlicher bei. 1982 begründete er mit dem Fund des alten Demobretts aus dem Jahre 1962 das regelmäßige Training im Verein und legte damit das Fundament für den modernen SC Steinlach. Über Jahrzehnte war er eine tragende Säule der Ersten Mannschaft, zuletzt als deren Spitzenspieler.
Er war Teil jenes Teams, das 2001 mit dem Aufstieg in die Verbandsliga den größten Vereinserfolg feierte, und saß in den folgenden fünf Jahren in allen 45 Verbandsligapartien für den SC Steinlach am Brett – nur ein Beweis für seine ausnahmslose Zuverlässigkeit. Mit seinen unzähligen Ligaspielen über viele Jahre steht er an der Spitze des Vereins. Als Mitspieler war er dabei nicht nur aufgrund seiner Spielstärke, sondern vor allem wegen seiner Persönlichkeit und seiner Bereitschaft, sein breites Wissen weiterzugeben, hoch angesehen. In seiner Zeit beim SC Steinlach gewann er über 20 vereinsinterne Titel, darunter 11 Mal die Vereinsmeisterschaft.
Er engagierte sich in vielerlei Hinsicht für den Schachsport im Steinlachtal und darüber hinaus. Schon früh übernahm er Funktionen als Pressewart, Materialwart und Spielleiter. Als Archivar hütete er die Geschichte des Vereins, kannte sie besser als jeder andere. Das Erstellen der umfassenden Vereinschronik ist sein großes Verdienst. Nach seiner Übungsleiter-Ausbildung 1987 erwarb er 1991/92 auch die B-Trainer-Lizenz und gab seine Erfahrungen seither den Vereinskameraden im Training weiter. Als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Schachverband Württemberg machte er sich auch überregional einen Namen.
Dem SV Tübingen war er darüber hinaus als treuer Unterstützer und Spender verbunden.
Mit Uwe Rogowski verlieren wir einen großartigen Schachfreund, klugen Ratgeber und geschätzten Weggefährten. Seine Leidenschaft für den Schachsport und sein Engagement werden unvergessen bleiben. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.
