Inzwischen ist es Tradition, dass der Schachclub Steinlach als einer der am besten vertretenen Vereine des Kreises Reutlingen/Tübingen mehrere Mannschaften pro Liga an den Start schicken kann. So zum Beispiel in der Kreisklasse, in der sowohl die zweite als auch die dritte Mannschaft um den Titel kämpfen. Das folglich unvermeidbare Steinlach-Derby wird üblicherweise am ersten Spieltag absolviert. So trafen Steinlach 2 und Steinlach 3 am vergangenen Sonntag in Ofterdingen aufeinander. Auf beiden Seiten, besonders aber auf Seiten der Zweiten, gab es dabei Ausfälle, so dass auf Ersatzspieler zurückgegriffen werden musste. Hinzu kamen krankheitsbedingte Spontan-Ausfälle: Steinlach 2 musste das Brett 6 kampflos abgeben, Steinlach 3 Brett 2. Bei einem Zwischenstand von 1:1 konnten vier verbleibende Entscheidungen am Brett gefällt werden:
An Brett 1 duellierten sich Kay Scherer für Steinlach 2 und Peter Bock für die Dritte. Die Partie verlief weitestgehend fehlerfrei, so dass sich das Spielmaterial auf dem Brett nur abtauschte und keiner der beiden entscheidende Vorteile erzielen konnte. Als auf beiden Seiten nur noch eine Leichtfigur und eine Handvoll Bauern übrig war, einigte man sich auf ein Remis.
An Brett 3 durften Stefan Behnle für die Zweite und Christian Blanke für Steinlach 3 ran. Bereits aus der Eröffnung ergab sich ein deutlicher Vorteil für Steinlach 3: Stefan Behnle konnte zu Beginn nicht alle korrekten Züge finden und sah sich in der Folge ständig starkem Druck ausgesetzt. Christian Blanke brachte seinen Vorteil routiniert bis ins Ziel und gewann die Partie im Endspiel.
An Brett 4 durfte Willi Weihing für Steinlach 2 antreten, auf Seiten der Dritten Tim Bäuerlein. Die Partie war geprägt durch eine zunächst geschlossene Stellung, in der kaum Angriffspotenzial zu erkennen war. Auf beiden Seiten kam es lediglich jeweils zu einem nicht-spielentscheidenden Bauernverlust. Kurz vor einem Endspiel war das Material nicht nur ausgeglichen, sondern stand sich zudem exakt symmetrisch gegenüber, weshalb die Einigung auf Remis folgte.
An Brett 6 saßen sich Markus Hetz (für SC2) und Michael Lang (für SC3) gegenüber. Aus der Eröffnung ergab sich eine zunächst ausgeglichene Stellung. Während Markus Hetz von aktiven Figuren profitierte, gelang Michael Lang die Eroberung des wichtigen Zentrums auf dem Spielbrett. Entschieden wurde die Partie durch einen Fehler von Markus Hetz, der durch die lange Rochade Michael Lang zu einem Abzugsschach mit Läufergewinn einlud. Dieser Materialvorteil führte zum Punktgewinn für Steinlach 3.
Steinlach 3 setzt sich damit mit 4:2 gegen die vereinsinterne Konkurrenz durch. Am 8. November geht es für beide Teams weiter. Mit der Hoffnung, dass alle Spieler wieder gesund sind, empfängt Steinlach 2 den SV Tübingen 2 und Steinlach 3 den SF Lichtenstein 2.
